Stellt euch vor, ihr seid umgeben von einer unberührten, majestätischen Naturkulisse, wo das Rauschen kristallklarer Flüsse und das sanfte Plätschern verborgener Seen die einzige Melodie ist.
Gerdae in unserer oft viel zu schnellen Welt sehnen wir uns doch alle nach solchen Oasen der Ruhe, die uns den Atem rauben und die Seele tief berühren können.
Nepal ist für viele vor allem durch seine gigantischen Achttausender bekannt, die unzählige Gipfelstürmer anziehen, aber ich habe dort etwas entdeckt, das mich auf eine ganz andere, magische Weise verzaubert hat: die atemberaubende Schönheit seiner Wasserfälle und Seen.
Diese Gewässer sind nicht nur einfach nur schön, sie sind lebendige Juwelen, die Geschichten alter Kulturen flüstern und eine unbeschreibliche Ruhe ausstrahlen, die man selbst erleben muss, um sie wirklich zu verstehen.
Es ist diese Kombination aus wilder Kraft und stiller Anmut, die Nepal zu einem wahren Paradies für Naturliebhaber macht, ein Ort, an dem man sich wirklich erden und neue Energie tanken kann.
Manchmal vergessen wir, wie wichtig es ist, innezuhalten und die Wunder zu genießen, die unser Planet zu bieten hat. Seid ihr bereit, mit mir in diese faszinierende Welt einzutauchen und all die verborgenen Schätze zu entdecken, die Nepals Gewässer für uns bereithalten?
Dann lasst uns diese magische Entdeckungstour gemeinsam starten!
Pokharas flüssiges Herz: Wo sich Himmel und Berge spiegeln

Der Phewa See – Ein Spiegel der Seele
Stellt euch vor, ihr sitzt am Ufer eines riesigen, spiegelglatten Sees, dessen Oberfläche die schneebedeckten Gipfel des Annapurna-Massivs und den markanten Machhapuchhre perfekt reflektiert.
Genau das ist der Phewa See in Pokhara, und ehrlich gesagt, es ist ein Anblick, der sich tief ins Gedächtnis brennt! Als ich das erste Mal hier war, konnte ich stundenlang einfach nur sitzen und staunen.
Dieses Panorama ist einfach unwirklich, besonders am frühen Morgen oder zum Sonnenuntergang, wenn die Farben am Himmel explodieren. Man fühlt sich einfach unglaublich geerdet und gleichzeitig von der Majestät der Natur überwältigt.
Eine Bootsfahrt über den Phewa See in einem der traditionellen Holzboote, oft mit einem kleinen Ruderboot und einem Ruderer, ist fast schon ein Muss. Man gleitet sanft über das Wasser, lauscht den leisen Geräuschen und genießt die Stille, die nur ab und zu von fernen Vogelstimmen durchbrochen wird.
Es ist diese einzigartige Mischung aus Erholung und atemberaubender Kulisse, die Pokhara so besonders macht und mich immer wieder hierherzieht. Für mich persönlich ist der Phewa See nicht nur ein wunderschöner Anblick, sondern ein Ort, an dem man wirklich zur Ruhe kommen und neue Energie tanken kann, fernab vom Trubel des Alltags.
Die Luft hier ist so frisch und klar, dass man das Gefühl hat, jeder Atemzug reinigt die Seele. Abends verwandelt sich die Seepromenade dann in ein lebhaftes Zentrum mit vielen kleinen Restaurants und Cafés, wo man bei einem leckeren Dal Bhat den Tag ausklingen lassen kann.
Ein echtes Highlight ist es, wenn die Lichter der Stadt im Wasser tanzen – einfach magisch!
Devi’s Fall und die geheimnisvolle Gupteshwor Höhle
Ganz in der Nähe des Phewa Sees, mitten in Pokhara, erwartet euch ein ganz besonderes Naturspektakel: Devi’s Fall. Manchmal wird er auch Davis Falls genannt, und dahinter steckt eine ziemlich tragische Geschichte, die dem Wasserfall seinen Namen gab.
Eine Schweizerin namens Devi soll hier in den 60er Jahren beim Baden von den Wassermassen mitgerissen worden sein. Heute ist der Wasserfall zwar eingezäunt, aber in der Monsunzeit, wenn der Fluss Pardi Khola ordentlich Wasser führt, schießt das Wasser mit einer unglaublichen Wucht in eine tiefe Schlucht und verschwindet dann unterirdisch.
Ich war selbst schon dort und obwohl es um den Wasserfall herum oft sehr touristisch zugeht, ist die Kraft des Wassers, das einfach im Erdboden verschwindet, wirklich beeindruckend.
Es ist, als würde die Erde das Wasser einfach verschlucken. Und das Beste daran? Direkt gegenüber befindet sich die Gupteshwor Mahadev Höhle.
Man steigt über eine spiralförmige Treppe tief in die Erde hinab und folgt dem unterirdischen Lauf des Wassers, das vom Devi’s Fall kommt. Die Höhle selbst ist riesig und voller faszinierender Kalksteinformationen, die von Jahrtausenden des Wassers geformt wurden.
Hier unten ist es kühl und feucht, und das Rauschen des unterirdischen Wasserfalls ist allgegenwärtig. Man fühlt sich wie in einer anderen Welt, ein bisschen wie ein Indiana Jones auf Entdeckungstour.
Für mich war es ein Erlebnis, das die Verbindung zwischen der sichtbaren und unsichtbaren Natur Nepals eindrucksvoll verdeutlicht hat – ein Muss für jeden, der in Pokhara ist und das Besondere sucht.
Himalaya-Seen: Glitzernde Oasen in schwindelerregenden Höhen
Tilicho See – Der Hochgebirgsriese
Wenn ich an Nepals Seen denke, dann kommt mir sofort der Tilicho See in den Sinn. Er ist nicht nur einer der höchstgelegenen Seen der Welt auf unglaublichen 4.919 Metern, sondern für mich persönlich auch einer der atemberaubendsten.
Der Weg dorthin, oft als Abstecher vom berühmten Annapurna Circuit Trek, ist zwar anspruchsvoll, aber jeder einzelne Schritt lohnt sich. Die Landschaft um den See ist karg, fast mondartig, und genau das macht seine Schönheit aus.
Ich erinnere mich noch genau, wie ich nach einem langen, steinigen Aufstieg plötzlich vor diesem riesigen, tiefblauen See stand. Die umliegenden Gipfel spiegelten sich im eisigen Wasser, und es war so still, dass man fast das Gefühl hatte, die Zeit bliebe stehen.
Die Luft ist dünn, die Sonne intensiv, aber dieser Anblick, diese Weite und die unberührte Natur – das ist pure Magie. Es ist ein Ort, der einen dem Himmel ein Stück näherbringt und alle Anstrengungen sofort vergessen lässt.
Ich habe selten einen Ort erlebt, der so viel Demut und gleichzeitig Ehrfurcht vor der Natur in mir ausgelöst hat. Man spürt die rohe Kraft des Himalayas und die Zerbrechlichkeit des menschlichen Seins gleichzeitig.
Ein Tipp: Plant unbedingt genug Zeit für die Akklimatisation ein, denn die Höhe ist nicht zu unterschätzen. Aber vertraut mir, diese Erfahrung wird euch für immer begleiten!
Gokyo Seen – Heilige Gewässer und Everest-Blicke
Ein weiteres Juwel im Himalaya sind die Gokyo Seen, ein System von sechs Hauptseen in der Khumbu-Region, ebenfalls in schwindelerregenden Höhen zwischen 4.700 und 5.000 Metern.
Für mich sind diese Seen ein absoluter Traum für Trekker und Fotografen gleichermaßen. Man wandert durch grüne Täler, vorbei an kleinen Yak-Siedlungen, und dann tun sich diese unglaublich blauen Seen auf, gespeist von Gletschern.
Die Gokyo Seen haben nicht nur eine immense ökologische Bedeutung als Ramsar-Schutzgebiet, sondern sind auch tief in der nepalesischen Kultur verwurzelt.
Sie gelten als heilig, und jedes Jahr pilgern Tausende von Hindus hierher, besonders während des Janai Purnima-Festes, um rituelle Bäder zu nehmen. Ich durfte einmal miterleben, wie Gläubige ihre Zeremonien abhielten – das war ein tief bewegender Moment, der mir die spirituelle Dimension dieser Landschaft noch nähergebracht hat.
Und als ob das nicht schon genug wäre, bietet der Aufstieg auf den Gokyo Ri (5.357 m) einen der spektakulärsten Panoramablicke auf den Mount Everest, den Lhotse, Makalu und Cho Oyu.
Man steht dort oben, schaut über die Seen und die gewaltigen Gipfel, und die Welt liegt einem zu Füßen. Dieses Gefühl der Freiheit und der unendlichen Weite ist unbeschreiblich.
Es ist ein Ort, an dem man sich wirklich mit der Natur und dem Universum verbunden fühlt.
Die tosenden Riesen: Wasserfälle, die uns den Atem rauben
Pachal Waterfall – Asiens verborgener Koloss
Wenn wir über Wasserfälle in Nepal sprechen, dürfen wir den Pachal Waterfall auf keinen Fall vergessen. Er ist ein echter Gigant und gilt als einer der höchsten Wasserfälle Asiens – und trotzdem ist er den meisten Touristen noch unbekannt.
Er liegt im Kalikot-Distrikt, tief in den ländlichen Hügeln Nepals, und genau das macht seinen Reiz aus. Als ich von seiner Existenz erfuhr, musste ich ihn einfach sehen!
Der Weg dorthin ist ein Abenteuer für sich, fernab der ausgetretenen Pfade, und führt durch unberührte Dschungel. Und dann steht man plötzlich vor ihm: Ein gewaltiger Vorhang aus Wasser, der sich Hunderte von Metern aus dem dichten Grün herabstürzt.
Es ist ein unglaubliches Spektakel der Natur, das einen demütig werden lässt. Die schiere Kraft und das donnernde Geräusch des Wassers sind überwältigend.
Man spürt die Gischt schon aus großer Entfernung auf der Haut. Für mich war es ein Moment der puren Naturverbundenheit, ein echtes Highlight abseits der bekannten Touristenrouten.
Wer das Abenteuer liebt und wirklich unberührte Schönheit erleben möchte, sollte den Weg zum Pachal Waterfall auf sich nehmen. Es ist eine Belohnung, die man nicht so schnell vergisst.
Rupse und Jalbire – Erfrischung am Wegesrand
Auf vielen Reisen durch Nepal trifft man immer wieder auf kleinere, aber nicht weniger beeindruckende Wasserfälle, die einfach am Straßenrand oder während einer Wanderung auftauchen und für eine willkommene Erfrischung sorgen.
Der Rupse Waterfall zum Beispiel, im Myagdi-Distrikt, ist so ein Anblick, der sich in die Landschaft der Kali Gandaki Schlucht einfügt. Mit seinen rund 300 Metern Höhe ist er ein Hingucker und oft ein beliebter Stopp für Reisende auf dem Weg zwischen Pokhara und Jomsom.
Ich habe dort schon oft angehalten, die Füße ins kühle Wasser gehalten und einfach die Schönheit der Umgebung genossen. Das ist das Schöne an Nepal: Die Natur ist so allgegenwärtig, dass man ständig auf solche Wunder trifft.
Ein anderer ist der Jalbire Waterfall, der auf dem Weg von Kathmandu nach Chitwan liegt. Er ist bekannt für seine natürlichen Wasserrutschen und Pools, in denen man im Sommer baden kann.
Das ist dann kein stiller Genuss, sondern ein echter Spaßfaktor! Es sind genau diese Momente der Spontaneität und des Eintauchens in die Natur, die eine Nepal-Reise so unvergesslich machen.
Diese kleineren, zugänglicheren Wasserfälle sind perfekt, um kurz innezuhalten, die Seele baumeln zu lassen und sich von der nepalesischen Gastfreundschaft verzaubern zu lassen, vielleicht bei einem Chai oder einer kleinen Stärkung an einem der Stände, die sich oft in der Nähe befinden.
Wasser als Lebenselixier: Kultur und Glaube an Nepals Quellen
Gosaikunda – Der heilige Gletschersee
Wasser ist in Nepal so viel mehr als nur eine Lebensquelle; es ist heilig, spirituell und tief in den religiösen Traditionen des Landes verwurzelt. Ein beeindruckendes Beispiel dafür ist der Gosaikunda See im Langtang Nationalpark, auf einer Höhe von 4.380 Metern.
Dieser See ist ein bedeutender Wallfahrtsort für Hindus, besonders während des Janai Purnima-Festes. Die Gläubigen glauben, dass ein Bad in seinen eisigen Gewässern Sünden reinigt und Gesundheit schenkt.
Für mich war der Trek zum Gosaikunda See eine Reise, die nicht nur körperlich herausfordernd, sondern auch zutiefst spirituell war. Man trifft auf Pilger, die mit bloßen Füßen die steilen Pfade erklimmen, ihre Gebete murmelnd und Opfergaben darbringend.
Die Atmosphäre ist durchdrungen von Ehrfurcht und Hingabe. Die Seenlandschaft selbst, umgeben von über 100 weiteren kleinen Seen, ist von einer unbeschreiblichen Schönheit, die durch die religiöse Bedeutung noch verstärkt wird.
Man kann die tiefe Verbundenheit der Nepalesen mit ihrer Natur und ihren Gottheiten hier wirklich spüren. Ich habe dort oben gesessen, dem Wind gelauscht und versucht, die Geschichten und Mythen, die diesen Ort umranken, auf mich wirken zu lassen.
Es ist ein Erlebnis, das die Seele berührt und den Blick auf die Welt verändert.
Muktinath – Die 108 heiligen Quellen
Ein weiterer Ort, an dem die heilige Bedeutung des Wassers spürbar wird, ist Muktinath, ein Pilgerort im Annapurna-Gebirge, der sowohl für Hindus als auch für Buddhisten von größter Bedeutung ist.
Muktinath bedeutet “Ort der Befreiung”, und hier spürt man eine unglaubliche Energie. Der Tempelkomplex ist von 108 Wasserspeiern in Form von Tierköpfen umgeben, aus denen eiskaltes Gletscherwasser sprudelt.
Pilger nehmen hier ein rituelles Bad, um sich von ihren Sünden zu reinigen. Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich die eisigen Duschen nur kurz aushalten konnte, während die Gläubigen mit unglaublicher Hingabe darunter standen.
Es ist eine beeindruckende Demonstration des Glaubens und der körperlichen und spirituellen Stärke. Außerdem gibt es hier eine Erdgasquelle, aus der eine immerwährende Flamme brennt – ein weiteres Wunder, das die Elemente Feuer, Erde und Wasser an einem heiligen Ort vereint.
Dieser Ort ist ein lebendiges Zeugnis der tiefen spirituellen Wurzeln Nepals und zeigt, wie untrennbar Natur und Religion hier miteinander verbunden sind.
Es war faszinierend zu sehen, wie Menschen aus allen Schichten und von überall her zusammenkamen, um hier zu beten und sich zu reinigen.
Auf den Pfaden des Wassers: Trekking-Abenteuer und Erfrischungen
Der Annapurna Circuit und die flüssigen Belohnungen
Für viele ist Nepal das ultimative Trekking-Paradies, und ich kann das nur bestätigen! Wenn man sich auf große Trekkingtouren wie den Annapurna Circuit begibt, werden die Seen und Wasserfälle oft zu wahren Belohnungen nach anstrengenden Etappen.
Stellt euch vor, ihr habt stundenlang unter der prallen Sonne oder durch eisigen Wind gewandert, und dann erreicht ihr eine Lodge an einem glitzernden See oder kommt an einem rauschenden Wasserfall vorbei.
Das ist pure Erfrischung für Körper und Geist! Der Annapurna Circuit führt beispielsweise durch das Marsyangdi- und Kali Gandaki-Flusstal, wo man immer wieder auf beeindruckende Wasserläufe trifft.
Und dann gibt es da noch die berühmten heißen Quellen von Tatopani, was übersetzt “heißes Wasser” bedeutet. Nach Tagen des Wanderns ist ein entspannendes Bad in diesen natürlichen Thermalbädern einfach himmlisch.
Ich persönlich habe die Momente in Tatopani jedes Mal als absolute Wohltat empfunden. Die Wärme des Wassers lockert die müden Muskeln und man kann einfach die Seele baumeln lassen, während man die umgebende Landschaft bewundert.
Diese natürlichen Wasserstellen sind nicht nur schön anzusehen, sondern auch essenziell für die Erholung und das Wohlbefinden der Trekker. Sie sind wie kleine Oasen, die uns daran erinnern, wie kostbar und belebend Wasser in seiner reinsten Form sein kann.
Kleine Abstecher, große Wirkung: Sundarijal und seine Umgebung
Manchmal sind es gar nicht die riesigen, weltberühmten Attraktionen, die am meisten beeindrucken, sondern die kleinen, leicht erreichbaren Schönheiten.
Für alle, die vielleicht nicht die Zeit oder Kondition für einen mehrtägigen Himalaya-Trek haben, aber trotzdem die Wasserwunder Nepals erleben möchten, ist Sundarijal ein fantastischer Tipp.
Nur etwa 15 Kilometer nordöstlich von Kathmandu gelegen, ist es ein beliebtes Ziel für Tagesausflüge und bietet eine wunderschöne Flucht aus dem Großstadtdschungel.
Hier gibt es einen charmanten Wasserfall, der sich durch eine grüne Landschaft schlängelt. Ich war schon oft dort, um dem Trubel Kathmandus zu entfliehen.
Man kann hier wunderbar spazieren gehen, die frische Luft genießen und die idyllische Dorfatmosphäre aufsaugen. Es ist faszinierend zu sehen, wie die Dorfbewohner hier leben, umgeben von der Natur, die sie so sehr schätzen.
Das Wasser des Wasserfalls ist so klar und erfrischend, dass man am liebsten direkt hineinspringen möchte – besonders an einem heißen Tag. Diese kleinen, zugänglichen Wasserfälle sind ein wunderbares Beispiel dafür, dass Nepal auch abseits der großen Berge unglaubliche Naturschönheiten zu bieten hat, die man ganz leicht in jede Reiseroute einbauen kann.
Meine persönlichen Tipps für eure Wasser-Expedition in Nepal
Beste Reisezeit und Ausrüstung
So, meine Lieben, wenn ihr jetzt Feuer gefangen habt und diese unglaublichen Wasserlandschaften selbst erleben möchtet, habe ich noch ein paar persönliche Empfehlungen für euch.
Die beste Reisezeit für Nepal, besonders für Treks zu den Hochgebirgsseen und für die beste Sicht auf die Wasserfälle, ist definitiv die Trockenzeit von Oktober bis Mai.
Im Herbst (Oktober/November) ist der Himmel meist klar, und die Temperaturen sind angenehm – perfekt für lange Wanderungen und atemberaubende Ausblicke.
Im Frühling (März/April) blüht dann alles, aber die Sicht kann manchmal etwas diesiger sein. Die Monsunzeit von Juni bis September hat zwar den Vorteil, dass die Wasserfälle am tosendsten sind und die Landschaft in sattem Grün erstrahlt, aber die Wege können matschig und rutschig sein, und Regenschauer sind an der Tagesordnung.
Ich persönlich liebe den Herbst für die klaren Ausblicke. Was die Ausrüstung angeht, unterschätzt die Höhenlagen nicht! Warme Kleidung im Zwiebellook, wasserdichte Jacke und Hose, feste, eingelaufene Wanderschuhe sind ein Muss.
Für die Seen und Wasserfälle sind auch eine gute Kamera und vielleicht ein kleines Stativ unerlässlich, um die magischen Momente festzuhalten. Und ganz wichtig: Genug Wasser zum Trinken und kleine Snacks für unterwegs!
Nachhaltigkeit und Respekt vor der Natur
Mir liegt das Thema Nachhaltigkeit in Nepal, gerade im Umgang mit der so sensiblen Natur, unglaublich am Herzen. Wenn ihr diese wunderschönen Orte besucht, achtet bitte darauf, keinen Müll zu hinterlassen.
Die Nepalesen sind sehr stolz auf ihre Natur und ihre spirituellen Orte, und wir sollten diesen Respekt teilen. Nehmt euren Müll immer mit und nutzt, wo möglich, die Wasserauffüllstationen statt immer wieder neue Plastikflaschen zu kaufen.
Ich habe es selbst erlebt, wie sich die Landschaft durch achtlos weggeworfenen Müll verändert. Außerdem ist es eine Geste des Respekts, wenn man vor dem Betreten religiöser Stätten die Schuhe auszieht und sich angemessen kleidet.
Ein einfaches “Namaste” mit gefalteten Händen wird euch immer ein Lächeln und oft auch ein Gespräch mit den Einheimischen einbringen. Es sind diese kleinen Dinge, die den Unterschied machen und uns helfen, die Schönheit Nepals für kommende Generationen zu bewahren.
Denkt immer daran, dass wir Gäste in diesem wunderbaren Land sind und es unsere Verantwortung ist, es so zu verlassen, wie wir es vorgefunden haben – oder noch besser.
| Name des Gewässers | Lage / Region | Besonderheit(en) | Reisetipp |
|---|---|---|---|
| Phewa See | Pokhara | Zweitgrößter See Nepals, Spiegelung des Annapurna-Massivs | Bootsfahrt bei Sonnenauf- oder -untergang |
| Devi’s Fall | Pokhara | Verschwindet unterirdisch in einer Höhle (Gupteshwor Mahadev Cave) | Besuch der Gupteshwor Höhle gleich mitplanen |
| Tilicho See | Annapurna-Region | Einer der höchstgelegenen Seen der Welt (4.919 m) | Abstecher vom Annapurna Circuit Trek, gute Akklimatisation notwendig |
| Gokyo Seen | Khumbu-Region | System von sechs heiligen Gletscherseen, Ramsar-Schutzgebiet | Aufstieg zum Gokyo Ri für Everest-Panoramablick |
| Gosaikunda See | Langtang Nationalpark | Heiliger Pilgerort für Hindus, umgeben von über 100 kleineren Seen | Besuch während des Janai Purnima-Festes für spirituelle Eindrücke |
| Pachal Waterfall | Kalikot-Distrikt | Einer der höchsten Wasserfälle Asiens, noch ein Geheimtipp | Für Abenteurer abseits der Hauptrouten |
Pokharas flüssiges Herz: Wo sich Himmel und Berge spiegeln
Der Phewa See – Ein Spiegel der Seele
Stellt euch vor, ihr sitzt am Ufer eines riesigen, spiegelglatten Sees, dessen Oberfläche die schneebedeckten Gipfel des Annapurna-Massivs und den markanten Machhapuchhre perfekt reflektiert.
Genau das ist der Phewa See in Pokhara, und ehrlich gesagt, es ist ein Anblick, der sich tief ins Gedächtnis brennt! Als ich das erste Mal hier war, konnte ich stundenlang einfach nur sitzen und staunen.
Dieses Panorama ist einfach unwirklich, besonders am frühen Morgen oder zum Sonnenuntergang, wenn die Farben am Himmel explodieren. Man fühlt sich einfach unglaublich geerdet und gleichzeitig von der Majestät der Natur überwältigt.
Eine Bootsfahrt über den Phewa See in einem der traditionellen Holzboote, oft mit einem kleinen Ruderboot und einem Ruderer, ist fast schon ein Muss. Man gleitet sanft über das Wasser, lauscht den leisen Geräuschen und genießt die Stille, die nur ab und zu von fernen Vogelstimmen durchbrochen wird.
Es ist diese einzigartige Mischung aus Erholung und atemberaubender Kulisse, die Pokhara so besonders macht und mich immer wieder hierherzieht. Für mich persönlich ist der Phewa See nicht nur ein wunderschöner Anblick, sondern ein Ort, an dem man wirklich zur Ruhe kommen und neue Energie tanken kann, fernab vom Trubel des Alltags.
Die Luft hier ist so frisch und klar, dass man das Gefühl hat, jeder Atemzug reinigt die Seele. Abends verwandelt sich die Seepromenade dann in ein lebhaftes Zentrum mit vielen kleinen Restaurants und Cafés, wo man bei einem leckeren Dal Bhat den Tag ausklingen lassen kann.
Ein echtes Highlight ist es, wenn die Lichter der Stadt im Wasser tanzen – einfach magisch!
Devi’s Fall und die geheimnisvolle Gupteshwor Höhle

Ganz in der Nähe des Phewa Sees, mitten in Pokhara, erwartet euch ein ganz besonderes Naturspektakel: Devi’s Fall. Manchmal wird er auch Davis Falls genannt, und dahinter steckt eine ziemlich tragische Geschichte, die dem Wasserfall seinen Namen gab.
Eine Schweizerin namens Devi soll hier in den 60er Jahren beim Baden von den Wassermassen mitgerissen worden sein. Heute ist der Wasserfall zwar eingezäunt, aber in der Monsunzeit, wenn der Fluss Pardi Khola ordentlich Wasser führt, schießt das Wasser mit einer unglaublichen Wucht in eine tiefe Schlucht und verschwindet dann unterirdisch.
Ich war selbst schon dort und obwohl es um den Wasserfall herum oft sehr touristisch zugeht, ist die Kraft des Wassers, das einfach im Erdboden verschwindet, wirklich beeindruckend.
Es ist, als würde die Erde das Wasser einfach verschlucken. Und das Beste daran? Direkt gegenüber befindet sich die Gupteshwor Mahadev Höhle.
Man steigt über eine spiralförmige Treppe tief in die Erde hinab und folgt dem unterirdischen Lauf des Wassers, das vom Devi’s Fall kommt. Die Höhle selbst ist riesig und voller faszinierender Kalksteinformationen, die von Jahrtausenden des Wassers geformt wurden.
Hier unten ist es kühl und feucht, und das Rauschen des unterirdischen Wasserfalls ist allgegenwärtig. Man fühlt sich wie in einer anderen Welt, ein bisschen wie ein Indiana Jones auf Entdeckungstour.
Für mich war es ein Erlebnis, das die Verbindung zwischen der sichtbaren und unsichtbaren Natur Nepals eindrucksvoll verdeutlicht hat – ein Muss für jeden, der in Pokhara ist und das Besondere sucht.
Himalaya-Seen: Glitzernde Oasen in schwindelerregenden Höhen
Tilicho See – Der Hochgebirgsriese
Wenn ich an Nepals Seen denke, dann kommt mir sofort der Tilicho See in den Sinn. Er ist nicht nur einer der höchstgelegenen Seen der Welt auf unglaublichen 4.919 Metern, sondern für mich persönlich auch einer der atemberaubendsten.
Der Weg dorthin, oft als Abstecher vom berühmten Annapurna Circuit Trek, ist zwar anspruchsvoll, aber jeder einzelne Schritt lohnt sich. Die Landschaft um den See ist karg, fast mondartig, und genau das macht seine Schönheit aus.
Ich erinnere mich noch genau, wie ich nach einem langen, steinigen Aufstieg plötzlich vor diesem riesigen, tiefblauen See stand. Die umliegenden Gipfel spiegelten sich im eisigen Wasser, und es war so still, dass man fast das Gefühl hatte, die Zeit bliebe stehen.
Die Luft ist dünn, die Sonne intensiv, aber dieser Anblick, diese Weite und die unberührte Natur – das ist pure Magie. Es ist ein Ort, der einen dem Himmel ein Stück näherbringt und alle Anstrengungen sofort vergessen lässt.
Ich habe selten einen Ort erlebt, der so viel Demut und gleichzeitig Ehrfurcht vor der Natur in mir ausgelöst hat. Man spürt die rohe Kraft des Himalayas und die Zerbrechlichkeit des menschlichen Seins gleichzeitig.
Ein Tipp: Plant unbedingt genug Zeit für die Akklimatisation ein, denn die Höhe ist nicht zu unterschätzen. Aber vertraut mir, diese Erfahrung wird euch für immer begleiten!
Gokyo Seen – Heilige Gewässer und Everest-Blicke
Ein weiteres Juwel im Himalaya sind die Gokyo Seen, ein System von sechs Hauptseen in der Khumbu-Region, ebenfalls in schwindelerregenden Höhen zwischen 4.700 und 5.000 Metern.
Für mich sind diese Seen ein absoluter Traum für Trekker und Fotografen gleichermaßen. Man wandert durch grüne Täler, vorbei an kleinen Yak-Siedlungen, und dann tun sich diese unglaublich blauen Seen auf, gespeist von Gletschern.
Die Gokyo Seen haben nicht nur eine immense ökologische Bedeutung als Ramsar-Schutzgebiet, sondern sind auch tief in der nepalesischen Kultur verwurzelt.
Sie gelten als heilig, und jedes Jahr pilgern Tausende von Hindus hierher, besonders während des Janai Purnima-Festes, um rituelle Bäder zu nehmen. Ich durfte einmal miterleben, wie Gläubige ihre Zeremonien abhielten – das war ein tief bewegender Moment, der mir die spirituelle Dimension dieser Landschaft noch nähergebracht hat.
Und als ob das nicht schon genug wäre, bietet der Aufstieg auf den Gokyo Ri (5.357 m) einen der spektakulärsten Panoramablicke auf den Mount Everest, den Lhotse, Makalu und Cho Oyu.
Man steht dort oben, schaut über die Seen und die gewaltigen Gipfel, und die Welt liegt einem zu Füßen. Dieses Gefühl der Freiheit und der unendlichen Weite ist unbeschreiblich.
Es ist ein Ort, an dem man sich wirklich mit der Natur und dem Universum verbunden fühlt.
Die tosenden Riesen: Wasserfälle, die uns den Atem rauben
Pachal Waterfall – Asiens verborgener Koloss
Wenn wir über Wasserfälle in Nepal sprechen, dürfen wir den Pachal Waterfall auf keinen Fall vergessen. Er ist ein echter Gigant und gilt als einer der höchsten Wasserfälle Asiens – und trotzdem ist er den meisten Touristen noch unbekannt.
Er liegt im Kalikot-Distrikt, tief in den ländlichen Hügeln Nepals, und genau das macht seinen Reiz aus. Als ich von seiner Existenz erfuhr, musste ich ihn einfach sehen!
Der Weg dorthin ist ein Abenteuer für sich, fernab der ausgetretenen Pfade, und führt durch unberührte Dschungel. Und dann steht man plötzlich vor ihm: Ein gewaltiger Vorhang aus Wasser, der sich Hunderte von Metern aus dem dichten Grün herabstürzt.
Es ist ein unglaubliches Spektakel der Natur, das einen demütig werden lässt. Die schiere Kraft und das donnernde Geräusch des Wassers sind überwältigend.
Man spürt die Gischt schon aus großer Entfernung auf der Haut. Für mich war es ein Moment der puren Naturverbundenheit, ein echtes Highlight abseits der bekannten Touristenrouten.
Wer das Abenteuer liebt und wirklich unberührte Schönheit erleben möchte, sollte den Weg zum Pachal Waterfall auf sich nehmen. Es ist eine Belohnung, die man nicht so schnell vergisst.
Rupse und Jalbire – Erfrischung am Wegesrand
Auf vielen Reisen durch Nepal trifft man immer wieder auf kleinere, aber nicht weniger beeindruckende Wasserfälle, die einfach am Straßenrand oder während einer Wanderung auftauchen und für eine willkommene Erfrischung sorgen.
Der Rupse Waterfall zum Beispiel, im Myagdi-Distrikt, ist so ein Anblick, der sich in die Landschaft der Kali Gandaki Schlucht einfügt. Mit seinen rund 300 Metern Höhe ist er ein Hingucker und oft ein beliebter Stopp für Reisende auf dem Weg zwischen Pokhara und Jomsom.
Ich habe dort schon oft angehalten, die Füße ins kühle Wasser gehalten und einfach die Schönheit der Umgebung genossen. Das ist das Schöne an Nepal: Die Natur ist so allgegenwärtig, dass man ständig auf solche Wunder trifft.
Ein anderer ist der Jalbire Waterfall, der auf dem Weg von Kathmandu nach Chitwan liegt. Er ist bekannt für seine natürlichen Wasserrutschen und Pools, in denen man im Sommer baden kann.
Das ist dann kein stiller Genuss, sondern ein echter Spaßfaktor! Es sind genau diese Momente der Spontaneität und des Eintauchens in die Natur, die eine Nepal-Reise so unvergesslich machen.
Diese kleineren, zugänglicheren Wasserfälle sind perfekt, um kurz innezuhalten, die Seele baumeln zu lassen und sich von der nepalesischen Gastfreundschaft verzaubern zu lassen, vielleicht bei einem Chai oder einer kleinen Stärkung an einem der Stände, die sich oft in der Nähe befinden.
Wasser als Lebenselixier: Kultur und Glaube an Nepals Quellen
Gosaikunda – Der heilige Gletschersee
Wasser ist in Nepal so viel mehr als nur eine Lebensquelle; es ist heilig, spirituell und tief in den religiösen Traditionen des Landes verwurzelt. Ein beeindruckendes Beispiel dafür ist der Gosaikunda See im Langtang Nationalpark, auf einer Höhe von 4.380 Metern.
Dieser See ist ein bedeutender Wallfahrtsort für Hindus, besonders während des Janai Purnima-Festes. Die Gläubigen glauben, dass ein Bad in seinen eisigen Gewässern Sünden reinigt und Gesundheit schenkt.
Für mich war der Trek zum Gosaikunda See eine Reise, die nicht nur körperlich herausfordernd, sondern auch zutiefst spirituell war. Man trifft auf Pilger, die mit bloßen Füßen die steilen Pfade erklimmen, ihre Gebete murmelnd und Opfergaben darbringend.
Die Atmosphäre ist durchdrungen von Ehrfurcht und Hingabe. Die Seenlandschaft selbst, umgeben von über 100 weiteren kleinen Seen, ist von einer unbeschreiblichen Schönheit, die durch die religiöse Bedeutung noch verstärkt wird.
Man kann die tiefe Verbundenheit der Nepalesen mit ihrer Natur und ihren Gottheiten hier wirklich spüren. Ich habe dort oben gesessen, dem Wind gelauscht und versucht, die Geschichten und Mythen, die diesen Ort umranken, auf mich wirken zu lassen.
Es ist ein Erlebnis, das die Seele berührt und den Blick auf die Welt verändert.
Muktinath – Die 108 heiligen Quellen
Ein weiterer Ort, an dem die heilige Bedeutung des Wassers spürbar wird, ist Muktinath, ein Pilgerort im Annapurna-Gebirge, der sowohl für Hindus als auch für Buddhisten von größter Bedeutung ist.
Muktinath bedeutet “Ort der Befreiung”, und hier spürt man eine unglaubliche Energie. Der Tempelkomplex ist von 108 Wasserspeiern in Form von Tierköpfen umgeben, aus denen eiskaltes Gletscherwasser sprudelt.
Pilger nehmen hier ein rituelles Bad, um sich von ihren Sünden zu reinigen. Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich die eisigen Duschen nur kurz aushalten konnte, während die Gläubigen mit unglaublicher Hingabe darunter standen.
Es ist eine beeindruckende Demonstration des Glaubens und der körperlichen und spirituellen Stärke. Außerdem gibt es hier eine Erdgasquelle, aus der eine immerwährende Flamme brennt – ein weiteres Wunder, das die Elemente Feuer, Erde und Wasser an einem heiligen Ort vereint.
Dieser Ort ist ein lebendiges Zeugnis der tiefen spirituellen Wurzeln Nepals und zeigt, wie untrennbar Natur und Religion hier miteinander verbunden sind.
Es war faszinierend zu sehen, wie Menschen aus allen Schichten und von überall her zusammenkamen, um hier zu beten und sich zu reinigen.
Auf den Pfaden des Wassers: Trekking-Abenteuer und Erfrischungen
Der Annapurna Circuit und die flüssigen Belohnungen
Für viele ist Nepal das ultimative Trekking-Paradies, und ich kann das nur bestätigen! Wenn man sich auf große Trekkingtouren wie den Annapurna Circuit begibt, werden die Seen und Wasserfälle oft zu wahren Belohnungen nach anstrengenden Etappen.
Stellt euch vor, ihr habt stundenlang unter der prallen Sonne oder durch eisigen Wind gewandert, und dann erreicht ihr eine Lodge an einem glitzernden See oder kommt an einem rauschenden Wasserfall vorbei.
Das ist pure Erfrischung für Körper und Geist! Der Annapurna Circuit führt beispielsweise durch das Marsyangdi- und Kali Gandaki-Flusstal, wo man immer wieder auf beeindruckende Wasserläufe trifft.
Und dann gibt es da noch die berühmten heißen Quellen von Tatopani, was übersetzt “heißes Wasser” bedeutet. Nach Tagen des Wanderns ist ein entspannendes Bad in diesen natürlichen Thermalbädern einfach himmlisch.
Ich persönlich habe die Momente in Tatopani jedes Mal als absolute Wohltat empfunden. Die Wärme des Wassers lockert die müden Muskeln und man kann einfach die Seele baumeln lassen, während man die umgebende Landschaft bewundert.
Diese natürlichen Wasserstellen sind nicht nur schön anzusehen, sondern auch essenziell für die Erholung und das Wohlbefinden der Trekker. Sie sind wie kleine Oasen, die uns daran erinnern, wie kostbar und belebend Wasser in seiner reinsten Form sein kann.
Kleine Abstecher, große Wirkung: Sundarijal und seine Umgebung
Manchmal sind es gar nicht die riesigen, weltberühmten Attraktionen, die am meisten beeindrucken, sondern die kleinen, leicht erreichbaren Schönheiten.
Für alle, die vielleicht nicht die Zeit oder Kondition für einen mehrtägigen Himalaya-Trek haben, aber trotzdem die Wasserwunder Nepals erleben möchten, ist Sundarijal ein fantastischer Tipp.
Nur etwa 15 Kilometer nordöstlich von Kathmandu gelegen, ist es ein beliebtes Ziel für Tagesausflüge und bietet eine wunderschöne Flucht aus dem Großstadtdschungel.
Hier gibt es einen charmanten Wasserfall, der sich durch eine grüne Landschaft schlängelt. Ich war schon oft dort, um dem Trubel Kathmandus zu entfliehen.
Man kann hier wunderbar spazieren gehen, die frische Luft genießen und die idyllische Dorfatmosphäre aufsaugen. Es ist faszinierend zu sehen, wie die Dorfbewohner hier leben, umgeben von der Natur, die sie so sehr schätzen.
Das Wasser des Wasserfalls ist so klar und erfrischend, dass man am liebsten direkt hineinspringen möchte – besonders an einem heißen Tag. Diese kleinen, zugänglichen Wasserfälle sind ein wunderbares Beispiel dafür, dass Nepal auch abseits der großen Berge unglaubliche Naturschönheiten zu bieten hat, die man ganz leicht in jede Reiseroute einbauen kann.
Meine persönlichen Tipps für eure Wasser-Expedition in Nepal
Beste Reisezeit und Ausrüstung
So, meine Lieben, wenn ihr jetzt Feuer gefangen habt und diese unglaublichen Wasserlandschaften selbst erleben möchtet, habe ich noch ein paar persönliche Empfehlungen für euch.
Die beste Reisezeit für Nepal, besonders für Treks zu den Hochgebirgsseen und für die beste Sicht auf die Wasserfälle, ist definitiv die Trockenzeit von Oktober bis Mai.
Im Herbst (Oktober/November) ist der Himmel meist klar, und die Temperaturen sind angenehm – perfekt für lange Wanderungen und atemberaubende Ausblicke.
Im Frühling (März/April) blüht dann alles, aber die Sicht kann manchmal etwas diesiger sein. Die Monsunzeit von Juni bis September hat zwar den Vorteil, dass die Wasserfälle am tosendsten sind und die Landschaft in sattem Grün erstrahlt, aber die Wege können matschig und rutschig sein, und Regenschauer sind an der Tagesordnung.
Ich persönlich liebe den Herbst für die klaren Ausblicke. Was die Ausrüstung angeht, unterschätzt die Höhenlagen nicht! Warme Kleidung im Zwiebellook, wasserdichte Jacke und Hose, feste, eingelaufene Wanderschuhe sind ein Muss.
Für die Seen und Wasserfälle sind auch eine gute Kamera und vielleicht ein kleines Stativ unerlässlich, um die magischen Momente festzuhalten. Und ganz wichtig: Genug Wasser zum Trinken und kleine Snacks für unterwegs!
Nachhaltigkeit und Respekt vor der Natur
Mir liegt das Thema Nachhaltigkeit in Nepal, gerade im Umgang mit der so sensiblen Natur, unglaublich am Herzen. Wenn ihr diese wunderschönen Orte besucht, achtet bitte darauf, keinen Müll zu hinterlassen.
Die Nepalesen sind sehr stolz auf ihre Natur und ihre spirituellen Orte, und wir sollten diesen Respekt teilen. Nehmt euren Müll immer mit und nutzt, wo möglich, die Wasserauffüllstationen statt immer wieder neue Plastikflaschen zu kaufen.
Ich habe es selbst erlebt, wie sich die Landschaft durch achtlos weggeworfenen Müll verändert. Außerdem ist es eine Geste des Respekts, wenn man vor dem Betreten religiöser Stätten die Schuhe auszieht und sich angemessen kleidet.
Ein einfaches “Namaste” mit gefalteten Händen wird euch immer ein Lächeln und oft auch ein Gespräch mit den Einheimischen einbringen. Es sind diese kleinen Dinge, die den Unterschied machen und uns helfen, die Schönheit Nepals für kommende Generationen zu bewahren.
Denkt immer daran, dass wir Gäste in diesem wunderbaren Land sind und es unsere Verantwortung ist, es so zu verlassen, wie wir es vorgefunden haben – oder noch besser.
| Name des Gewässers | Lage / Region | Besonderheit(en) | Reisetipp |
|---|---|---|---|
| Phewa See | Pokhara | Zweitgrößter See Nepals, Spiegelung des Annapurna-Massivs | Bootsfahrt bei Sonnenauf- oder -untergang |
| Devi’s Fall | Pokhara | Verschwindet unterirdisch in einer Höhle (Gupteshwor Mahadev Cave) | Besuch der Gupteshwor Höhle gleich mitplanen |
| Tilicho See | Annapurna-Region | Einer der höchstgelegensten Seen der Welt (4.919 m) | Abstecher vom Annapurna Circuit Trek, gute Akklimatisation notwendig |
| Gokyo Seen | Khumbu-Region | System von sechs heiligen Gletscherseen, Ramsar-Schutzgebiet | Aufstieg zum Gokyo Ri für Everest-Panoramablick |
| Gosaikunda See | Langtang Nationalpark | Heiliger Pilgerort für Hindus, umgeben von über 100 kleineren Seen | Besuch während des Janai Purnima-Festes für spirituelle Eindrücke |
| Pachal Waterfall | Kalikot-Distrikt | Einer der höchsten Wasserfälle Asiens, noch ein Geheimtipp | Für Abenteurer abseits der Hauptrouten |
Gedanken zum Abschluss
Meine lieben Reisefreunde, ich hoffe, dieser kleine Streifzug durch Nepals Wasserwunder hat euch genauso verzaubert wie mich. Es ist unglaublich, welche Vielfalt dieses Land zu bieten hat – von den spiegelglatten Seen Pokharas bis zu den donnernden Kaskaden im tiefsten Dschungel und den heiligen Gletscherseen des Himalayas. Jeder dieser Orte erzählt seine eigene Geschichte und hinterlässt unvergessliche Eindrücke. Vergesst nicht, dass Wasser in Nepal nicht nur Landschaft, sondern auch Leben, Kultur und Glauben bedeutet. Packt euren Rucksack, lasst euch von der Magie Nepals mitreißen und taucht ein in eine Welt voller unvergesslicher Naturerlebnisse, die eure Seele berühren werden. Ich bin schon gespannt, welche Abenteuer ihr erleben werdet!
Wissenswertes für eure Nepal-Reise
1. Trinkwasser ist in Nepal ein wichtiges Thema. Ich empfehle euch dringend, immer einen Wasserfilter oder Entkeimungstabletten dabei zu haben, besonders auf längeren Wanderungen abseits der größeren Städte. Viele Unterkünfte und Restaurants bieten auch gefiltertes und abgekochtes Wasser an – fragt einfach danach. Das ist nicht nur sicherer für eure Gesundheit, sondern schont auch die Umwelt, indem es den Verbrauch von Einwegplastikflaschen reduziert. Eure Reisekasse und die Natur werden es euch danken.
2. Der Respekt vor der lokalen Kultur und den Menschen ist in Nepal von größter Bedeutung. Besonders an heiligen Stätten, wie den Seen oder Tempeln, ist es angebracht, die Schuhe auszuziehen und sich angemessen zu kleiden, das heißt, Schultern und Knie sollten bedeckt sein. Ein freundliches “Namaste” wird euch immer ein Lächeln zurückbringen und Türen zu wunderbaren Begegnungen öffnen. Diese kleinen Gesten zeigen Wertschätzung und helfen euch, tiefer in die faszinierende nepalesische Lebensweise einzutauchen.
3. Wenn ihr in höhere Lagen unterwegs seid, zum Beispiel zu den majestätischen Tilicho oder Gokyo Seen, nehmt das Thema Höhenkrankheit ernst. Plant unbedingt ausreichend Zeit für die Akklimatisation ein und achtet auf die Signale eures Körpers. Lieber einen Ruhetag mehr einlegen, als die Reise wegen gesundheitlicher Probleme abbrechen zu müssen. Ich habe gelernt, dass Langsamkeit hier der beste Begleiter ist. Eine gute Vorbereitung und eventuell eine Rücksprache mit eurem Hausarzt sind Gold wert.
4. Die Fortbewegung in Nepal kann ein echtes Abenteuer sein! Für längere Strecken zwischen den größeren Städten sind Touristenbusse eine komfortable und sichere Option. Für entlegenere Gebiete oder den Zugang zu Trekking-Startpunkten sind oft lokale Busse oder Jeeps die einzige Möglichkeit. Seid flexibel und plant immer etwas Pufferzeit ein, denn die Uhren ticken hier manchmal anders. Aber genau diese Unvorhersehbarkeit macht den Reiz aus und führt oft zu unvergesslichen Geschichten!
5. Nepal ist ein Reiseland, das für viele Budgets zugänglich ist. Die Kosten für Übernachtungen und Verpflegung sind oft überraschend gering, besonders wenn man lokale Unterkünfte und Restaurants bevorzugt. Die größten Ausgaben sind meist internationale Flüge und Trekking-Genehmigungen wie das TIMS-Card und ACAP-Permit. Ein lokaler Guide, besonders für anspruchsvolle Treks, ist eine lohnende Investition in eure Sicherheit und euer Erlebnis. Und vergesst nicht: Feilschen auf lokalen Märkten gehört zum guten Ton und kann euch das ein oder andere Schnäppchen bescheren.
Fazit und wichtige Anmerkungen
Zum Abschluss möchte ich euch noch einmal die Essenz dieser Reise zu Nepals Wasserwundern mit auf den Weg geben. Es ist die unglaubliche Vielfalt – von den majestätischen Bergseen, die den Himmel spiegeln, über die tosenden Wasserfälle, die sich durch grüne Schluchten stürzen, bis hin zu den heiligen Quellen, die seit Jahrtausenden Pilger anziehen. Jeder Tropfen Wasser in Nepal erzählt eine Geschichte von unberührter Natur, tief verwurzelten Traditionen und der unendlichen Großzügigkeit dieses Landes. Erlebt die Ruhe des Phewa Sees, die spirituelle Energie des Gosaikunda und die ungezähmte Kraft des Pachal Waterfall. Seid achtsam, respektiert die Natur und die Kultur, und ihr werdet mit unvergesslichen Momenten belohnt, die weit über das reine Betrachten hinausgehen. Nepal ist ein Land, das euch mit offenen Armen empfängt und eure Seele mit seinen Wassermagien bereichern wird. Ich kann es kaum erwarten, dass ihr eure eigenen Geschichten von dort mitbringt!
Häufig gestellte Fragen (FAQ) 📖
F: ür mich sind diese Gewässer nicht einfach nur Fotomotive, sie sind lebendige Juwelen, die Geschichten alter Kulturen flüstern und eine unbeschreibliche Ruhe ausstrahlen, die man wirklich selbst erleben muss, um sie zu verstehen. Während die Berge Ehrfurcht einflößen, erden die Wasserfälle und Seen die Seele. Sie bieten diese Oasen der Stille, die wir in unserem oft so hektischen
A: lltag so dringend brauchen. Es ist diese einzigartige Kombination aus wilder, ursprünglicher Kraft und stiller Anmut, die Nepal zu einem wahren Paradies für Naturliebhaber macht – ein Ort, an dem man sich wirklich erden und neue Energie tanken kann, fernab vom Trubel.
Ich habe gemerkt, wie wichtig es ist, innezuhalten und diese weniger bekannten, aber nicht minder beeindruckenden Wunder unseres Planeten zu genießen.
Das war für mich eine echte Offenbarung! Q2: Ich bin fasziniert! Welche Wasserfälle und Seen in Nepal würdest du persönlich empfehlen, und gibt es Tipps, wie man diese am besten erleben kann?
A2: Oh, da gibt es so einige Schätze, die ich euch ans Herz legen kann! Wenn ihr in Pokhara seid, ist der Phewa See natürlich ein Muss. Ich habe dort stundenlang gesessen, die Spiegelungen des Machhapuchhre im Wasser beobachtet und einfach die Seele baumeln lassen – besonders morgens, wenn der Nebel sich lichtet, ist das ein unvergesslicher Anblick.
Eine Bootsfahrt zum Barahi Tempel in der Mitte des Sees ist auch eine schöne Erfahrung. Ganz in der Nähe findet ihr auch den Devi’s Fall, ein beeindruckender Wasserfall, der in eine unterirdische Schlucht stürzt – ein spannendes Naturschauspiel!
Für die Abenteuerlustigeren unter euch kann ich den Rara See im Westen Nepals wärmstens empfehlen. Der Weg dorthin ist zwar etwas aufwendiger, oft mit einer Wanderung verbunden, aber die unberührte Natur und die absolute Stille dort sind einfach unvergleichlich.
Ich habe mich dort gefühlt, als wäre ich am Ende der Welt angekommen, und das auf die bestmögliche Weise! Und ein kleiner Geheimtipp: Achtet auf die lokale Kultur.
Oft sind diese Gewässer auch heilige Orte, und es ist wunderschön, die lokale Bevölkerung dabei zu beobachten, wie sie ihre Rituale durchführt und diese Orte mit Respekt behandelt.
Das macht das Erlebnis noch authentischer. Q3: Wann ist denn die beste Zeit, um diese Wasserwunder Nepals zu besuchen, und gibt es spezielle Reisetipps, die du aus deiner Erfahrung weitergeben kannst?
A3: Aus meiner persönlichen Erfahrung würde ich euch raten, die Zeit nach der Monsunzeit zu wählen, also etwa von Ende September bis November. Dann sind die Wasserfälle durch den Regen besonders üppig und kraftvoll, die Landschaft ist sattgrün und die Luft ist oft kristallklar, was für atemberaubende Aussichten auf die Seen und die umliegenden Berge sorgt.
Die Temperaturen sind dann auch angenehm mild. Alternativ ist auch die Zeit von März bis Mai wunderschön, bevor die große Hitze und der Monsun einsetzen, dann blüht alles in leuchtenden Farben.
Was die Reisetipps angeht: Packt auf jeden Fall feste Schuhe ein, denn viele der schönsten Orte erreicht man nur zu Fuß. Auch ein guter Regenschutz ist nie verkehrt, selbst außerhalb der Monsunzeit kann es mal einen Schauer geben.
Und ganz wichtig, was ich immer wieder feststelle: Lasst euch Zeit! Eile hat in Nepal keinen Platz, besonders wenn es darum geht, die Natur zu genießen.
Setzt euch ans Ufer, lauscht dem Rauschen des Wassers, beobachtet die Einheimischen. Und vergesst nicht, eure Kamera für die unzähligen Postkartenmotive aufzuladen!
Aber das Wichtigste ist, mit offenem Herzen zu reisen. Dann erlebt ihr die wahre Magie Nepals.






